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Rollanlagen (Furler)

Rollanlagen, häufig als Furler oder Rollreffanlagen bezeichnet, sind essenzielle Komponenten im Segelsport, die Effizienz und Komfort beim Segelhandling deutlich erhöhen. Eine Rollanlage ermöglicht es Seglern, Segel schnell zu reffen oder einzurollen und so flexibel auf wechselnde Windbedingungen zu reagieren – und das bei deutlich vereinfachter Bedienung. Ein Furler bzw. eine Rollanlage ist dabei die mechanische Einheit, die ein Segel ein- oder ausrollt. Diese Innovation reduziert zeitaufwändige manuelle Anpassungen und erhöht die Sicherheit, da die Segelfläche kontrolliert werden kann, ohne das Cockpit verlassen zu müssen. Moderne Segelyachten sind häufig mit Rollanlagen für Fock, Genua und Großsegel ausgestattet. Mehr lesen...


  • Code 0 & Gennaker Furler
  • Torsionskabel
  • Furling Leinen
  • Relingsstützen-Leitösen
  • Strukturelle Furler
  • Fockroller
458,59 539,52 458.59000000000003 USD
15% Off
50,28 52,93 50.28 USD
5% Off
1.045,61 1.230,13 1045.6100000000001 USD
15% Off
280,23 294,97 280.23 USD
5% Off
45,37 53,38 45.37 USD
15% Off
465,87 548,09 465.87 USD
15% Off
524,18 551,77 524.1800000000001 USD
5% Off
2.628,08 3.091,86 2628.08 USD
15% Off
1.283,50 1.510,00 1283.5 USD
15% Off
1.615,21 1.900,25 1615.21 USD
15% Off
212,35 249,82 212.35 USD
15% Off
516,19 543,36 516.19 USD
5% Off


Rollanlagen (Furler) für Segelyachten


Moderne Rollanlagen sind ein zentrales Element des heutigen Segelhandlings und ermöglichen das kontrollierte Setzen, Reffen und Bergen von Vorsegeln und Vorwindsegeln unter Last. Ob auf einer Fahrtenyacht mit Fokus auf Zuverlässigkeit oder auf einem performanceorientierten Boot, das geringe Reibung und präzise Kontrolle der Segelform verlangt: Furler- und Rollanlagen-Lösungen müssen sorgfältig auf Rigggeometrie, Segelplan und zu erwartende Betriebslasten abgestimmt werden. Diese Kategorie umfasst manuelle und angetriebene Rollanlagen für Genuas, Stagsegel, Code-0-Segel und asymmetrische Segel über ein breites Spektrum an Yachtsgrößen.


Konstruktionsprinzipien von Rollanlagen


Technisch werden Rollanlagen durch ihren Lastpfad, die Lagerkonstruktion, Profil- bzw. Extrusionsgeometrien und die Torsionssteifigkeit definiert. Wie sauber sich ein Segel bei unterschiedlichen Fallspannungen und scheinbaren Windwinkeln einrollen lässt, hängt maßgeblich von Lagerwirkungsgrad und struktureller Ausrichtung ab.


Die meisten hochwertigen Furler/Rollanlagen verwenden abgedichtete Lager aus Edelstahl oder Verbundwerkstoffen, die häufig in Fettkammern oder reibungsarmen Laufbahnen arbeiten, um Wartungsaufwand zu minimieren und über lange Zeit eine konstante Performance zu gewährleisten. Die Wahl zwischen Gleitlagern sowie Kugel- oder Rollenlagern beeinflusst das benötigte Rollmoment und die Langzeit-Haltbarkeit direkt – insbesondere bei großen Vorsegeln mit hohen Vorliekslasten.


Profile werden typischerweise aus seewasserbeständigen Aluminiumlegierungen gefertigt, ausgewählt nach Steifigkeit-zu-Gewicht und Ermüdungsfestigkeit. Die Profilgeometrie variiert je nach Einsatz: Fahrten-Rollanlagen priorisieren oft Robustheit und einfache Montage, während performanceorientierte Rollanlagen strömungsgünstige, profilierte Extrusionen nutzen, um Windwiderstand zu reduzieren und den Eintrittswinkel des Segels zu verbessern.


Manuell vs. motorisierte Rollanlagen


Manuelle Rollanlagen sind weiterhin die Standardlösung für die meisten Fahrten- und Club-Racing-Yachten. Diese Systeme arbeiten mit einer Rolltrommel, der Drehmomentübertragung über das Profil oder ein Antitorsionskabel sowie kontrolliertem Leinenhandling aus dem Cockpit. Die korrekte Dimensionierung der Trommel und die richtige Anordnung der Leinenführung sind entscheidend, um Überläufer und ungleichmäßiges Einrollen zu vermeiden – besonders beim Teilreffen statt beim vollständigen Einrollen.


Motorisierte Rollanlagen, erhältlich in elektrischer oder hydraulischer Ausführung, werden zunehmend auf größeren Yachten und auf Fahrtenbooten mit kleiner Crew spezifiziert. Diese Systeme sind darauf ausgelegt, bei niedriger Geschwindigkeit ein kontrolliertes Drehmoment bereitzustellen, sodass Segel unter Last eingerollt werden können, ohne überhöhte Spitzenlasten zu erzeugen. Wichtige technische Aspekte sind Energiebedarf, Einschaltdauer, Wasserdichtigkeit der Antriebseinheiten sowie die Integration in die Bordelektrik bzw. Hydraulik.


Vorwind- und strukturelle Rollanwendungen


Neben dem klassischen Vorsegelrollen werden moderne Rollanlagen häufig für Code 0s, Top-Down-Rollgennaker und strukturelle Rollsegel eingesetzt. Diese Anwendungen stellen höhere Anforderungen an Torsionssteifigkeit und präzise Drehmomentübertragung.


Strukturelle Rollanlagen verwenden typischerweise hochmodulige Antitorsionskabel, die in das Vorliek des Segels integriert sind, sodass das Segel als lasttragendes Element wirkt. In diesen Fällen hängt die Roll-Effizienz sowohl von der Hardware als auch von der Segelkonstruktion ab, wobei die korrekte Ausrichtung des Fallwirbels eine entscheidende Rolle spielt. Top-Down-Rollanlagen für asymmetrische Segel erfordern eine sorgfältig abgestimmte Wirbelgeometrie, um ein kontrolliertes Abrollen vom Kopf her zu gewährleisten und das Risiko des „Hour-Glassing“ (Einschnürens) zu reduzieren.


Materialien und Korrosionsbeständigkeit


Aufgrund ihrer exponierten Position am Bug müssen Rollanlagen dauerhafter UV-Strahlung, eindringendem Salzwasser und zyklischer Belastung standhalten. Führende Hersteller setzen auf harteloxierte Aluminiumprofile, Duplex- oder AISI-316-Edelstahlkomponenten sowie UV-stabile Verbundwerkstoff-Trommeln und Abdeckungen.


Die Abdichtung von Lagern und Antriebseinheiten ist ein kritischer Konstruktionsfaktor, insbesondere bei motorisierten Rollanlagen. Langzeit-Zuverlässigkeit hängt nicht nur von der Materialauswahl ab, sondern auch von einer wirksamen Trennung unterschiedlicher Metalle und kontrollierten Drainagewegen, um Spaltkorrosion zu vermeiden.


Führende Marken für Rollanlagen


Diese Kategorie umfasst Rollanlagen von etablierten Herstellern wie Profurl, Bamar, Harken, Facnor, Karver und Ubi Maior. Obwohl jede Marke andere Konstruktionsansätze verfolgt, sind gemeinsame Themen modularer Aufbau, skalierbare Systemgrößen und Kompatibilität mit modernen Riggkonfigurationen.


- Profurl Furler werden sowohl auf Fahrten- als auch auf Regattayachten häufig eingesetzt – mit gekapselten Lagerpaketen und robusten Profilkonstruktionen für den langfristigen Offshore-Einsatz.

Bamar Furler konzentrieren sich auf präzisionsgefertigte Komponenten und verfügen über besondere Expertise bei elektrischen und hydraulischen Rollanlagen für größere Yachten und Superyachten.

Harken Furler sind eng auf Decksbeschläge und Riggkomponenten abgestimmt und bieten reibungsarme Lösungen für Performance- und raceorientierte Anwendungen.

Facnor Furler sind im Offshore- und Shorthanded-Segeln weit verbreitet – besonders für Code 0 und Vorwind-Rollanlagen, bei denen Torsionssteifigkeit entscheidend ist.

Karver Furler sind mit starkem Fokus auf strukturelles Lastmanagement konstruiert und nutzen häufig durchgehende Faser-Lastpfade sowie kompakte Trommelkonstruktionen für hochbelastete, performancegetriebene Segelpläne.

Ubi Maior Furler werden typischerweise für größere Yachten und Custom-Projekte spezifiziert – mit modularen Architekturen und engineeringgetriebenen Lösungen zur Integration in komplexe Rigg- und Segelkonfigurationen.


Die richtige Rollanlage auswählen


Die Auswahl der passenden Rollanlage erfordert eine sorgfältige Bewertung von Staglänge, maximaler Segelfläche, Vorliekspannung und zu erwartenden Betriebslasten. Eine Überdimensionierung erhöht unnötig das Gewicht im Rigg, eine Unterdimensionierung beeinträchtigt Sicherheit und Lebensdauer. Die Kompatibilität mit dem bestehenden Deckslayout, dem Vorstagdurchmesser und der vorhandenen Segelgarderobe sollte vor der Installation immer geprüft werden.


Bei Nachrüstungen sollte zudem auf Montagetoleranzen, die Ausrichtung des Vorstags sowie die Wartungsfreundlichkeit von Lagern und Trommeln geachtet werden. Eine korrekte Einstellung hat einen erheblichen Einfluss auf die Roll-Performance, die Reibung und die Verschleißcharakteristik über die Zeit.

Ein technischer Ansatz für das Segelhandling


Gut konstruierte Rollanlagen reduzieren die Arbeitsbelastung der Crew, erhöhen die Sicherheit an Deck und ermöglichen ein effizienteres Segelmanagement über ein breiteres Spektrum an Bedingungen. Richtig spezifiziert und installiert, sind moderne Furler- und Rollanlagen-Lösungen ein integraler Bestandteil des Riggsystems einer Yacht – und nicht nur ein Komfort-Upgrade.


Diese Kategorie vereint Rollanlagen für technisch anspruchsvolle Segler, die Zuverlässigkeit, mechanische Effizienz und langfristige Performance für Fahrten-, Regatta- und Offshore-Anwendungen priorisieren.


Noch unsicher, was du brauchst? Upffront hat einen vollständigen Code Zero & Gennaker Rollanlagen-Guide vorbereitet, kostenlos zum Download verfügbar. Wenn du weitere Fragen hast oder Expertenrat benötigst, kannst du dich gern an unsere Segelspezialisten wenden.

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