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Runnerblöcke

Runnerblöcke sind kritische lasttragende Komponenten, die in hochbelasteten laufenden Backstag- und Checkstagsystemen auf Performance-Segelyachten eingesetzt werden. Diese modernen Runnerblöcke bzw. Backstagblöcke von Marken wie Karver, Ronstan, Harken, Morfrac und Wichard sind dafür ausgelegt, dynamische Rigglasten mit minimaler Reibung zu beherrschen, und verfügen über fortschrittliche Lagersysteme sowie hochfeste Materialien, um zuverlässige Lastübertragung, präzises Trimmen und eine lange Lebensdauer in anspruchsvollen Offshore- und Regattaumgebungen sicherzustellen. Mehr lesen... 

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Runnerblöcke für hochbelastete Backstag- und Rigg-Kontrollsysteme


Runnerblöcke sind eine spezialisierte Unterkategorie hochbelastbarer Segelhardware, die speziell für laufende Backstag-, Checkstag- und gelegentlich Barberhauler-Systeme entwickelt wurde, bei denen dynamische Lasten und schnelles Trimmen erforderlich sind. Im Gegensatz zu Universalblöcken müssen Runnerblöcke bzw. Backstagblöcke stark wechselnde Lasten, Stoßbelastungen und häufige Verstellungen unter Spannung aufnehmen können, wodurch Effizienz, Festigkeit und Zuverlässigkeit zu entscheidenden Auswahlkriterien werden.


In modernen Rigg-Konfigurationen – insbesondere auf Performance-Cruising-Yachten, Regattabooten und Offshore-Konstruktionen – werden laufende Backstage eingesetzt, um die Vorstagspannung, die Mastbiegung und die allgemeine Stabilität des Riggs zu kontrollieren. Die in diesen Systemen verwendeten Runnerblöcke sind typischerweise an Deck oder im Cockpit positioniert, wo sie hochbelastete Kontrollleinen zu Winschen umleiten. Daher müssen Runnerblöcke hohe sichere Arbeitslasten (SWL) mit geringer Reibung kombinieren, um effizientes Trimmen ohne übermäßigen Winschaufwand zu gewährleisten.


Lastmanagement und Lagersysteme von Runnerblöcken


Ein wesentliches Merkmal von Runnerblöcken ist ihre Fähigkeit, extreme und oft zyklische Lasten aufzunehmen. Je nach Bootsgröße und Rigggeometrie können die Lasten leicht mehrere Tonnen überschreiten. Um dies zu bewältigen, verwenden Hersteller eine Kombination verschiedener Lagertechnologien, darunter reibungsarme Kugellagersysteme für aktives Trimmen sowie Gleitlager- oder Verbundwerkstofflösungen für dauerhaft hochbelastete Anwendungen.


Karver, Ronstan und Harken Runnerblöcke konzentrieren sich typischerweise auf die Optimierung von Reibungseffizienz und Gewicht, während Morfrac- und Wichard-Konstruktionen in konservativeren Ausführungen Lastkapazität und strukturelle Haltbarkeit priorisieren.


harken runner blocks

Harken Runnerblock


Verwendete Materialien bei der Konstruktion von Runnerblöcken


Runnerblöcke werden typischerweise aus hochfesten, korrosionsbeständigen Materialien gefertigt, um langfristige Haltbarkeit in maritimer Umgebung sicherzustellen. Harteloxiertes Aluminium, lasttragende Komponenten aus Edelstahl und faserverstärkte Verbundwerkstoffe werden in dieser Kategorie häufig verwendet.


Verbund- und Hybridkonstruktionen, wie sie bei Karver und Ronstan Runnerblock-Serien zu finden sind, reduzieren Gewicht und Trägheit in dynamischen Systemen. Im Gegensatz dazu verwenden Morfrac und Wichard Runnerblöcke Edelstahlstrukturen und bieten dadurch höhere Robustheit für Offshore- oder Schwerlastanwendungen, bei denen langfristige Zuverlässigkeit entscheidend ist.


Scheibendesign und Tauwerk-Kompatibilität von Runnerblöcken


Ein Runnerblock muss mit modernen Hochleistungsleinen wie Dyneema und anderen HMPE-Konstruktionen kompatibel sein. Die Geometrie der Scheibe spielt eine Schlüsselrolle bei der Reduzierung von Reibung und dem Erhalt der Tauwerksintegrität.


Größere Scheibendurchmesser im Verhältnis zur Tauwerksgröße verringern die Biegeermüdung, während optimierte Rillenprofile die Kompression unter Last minimieren. Dies ist besonders relevant in laufenden Backstagsystemen, bei denen die Lasten hoch sind und Verstellzyklen häufig stattfinden.


Befestigung und Decksintegration von Runnerblöcken


Runnerblöcke werden mithilfe von Wirbelköpfen, festen Verbindungen oder zunehmend auch Soft-Attachment-Systemen in Deckslayouts integriert. Die korrekte Ausrichtung entlang des Lastpfads ist entscheidend, um Seitenbelastungen zu minimieren und die Effizienz aufrechtzuerhalten.


Weiche Befestigungen, einschließlich Dyneema-Lashings, werden in Performance-Setups häufig verwendet, um Gewicht zu reduzieren und Beweglichkeit zu ermöglichen. Edelstahlschäkel sind in Offshore-Systemen weiterhin weit verbreitet, wo Haltbarkeit und Scheuerbeständigkeit Priorität haben.


Runnerblöcke von führenden Marken für Segelhardware


Karver: Konzentriert sich auf leichte Hochlastblöcke mit Verbundwerkstoffen und vereinfachten inneren Strukturen. Häufig im Regattabereich und auf Performance-Cruising-Yachten im Einsatz, wo Gewicht und Kompaktheit entscheidend sind.


Ronstan: Bietet ein breites Sortiment einschließlich Orbit-Blöcken und kombiniert Verbundkonstruktionen mit effizienten Lagersystemen. Gut geeignet sowohl für Regatta als auch für Performance-Cruising.


Harken: Bekannt für präzisionsgefertigte Lagersysteme und gleichbleibende Fertigungstoleranzen. Weit verbreitet sowohl im Grand-Prix-Rennsport als auch auf hochwertigen Cruising-Yachten.


Morfrac: Priorisiert Haltbarkeit und hohe Lastkapazität mit traditioneller Edelstahlkonstruktion. Häufig in Offshore- und Anwendungen in kommerzieller Qualität zu finden.


Wichard: Legt Wert auf geschmiedete Edelstahlkomponenten und Zuverlässigkeit unter extremen Bedingungen und wird oft für sicherheitskritische Rigg-Systeme gewählt.


morfrac runner block

Morfrac Runnerblock


Den richtigen Runnerblock für Ihr Rigg auswählen


Die Auswahl des passenden Runnerblocks erfordert die Berücksichtigung von Last, Systemgeometrie und Trimmmhäufigkeit. Die sichere Arbeitslast sollte die zu erwartenden Rigglasten mit angemessener Reserve übertreffen, während der Lagertyp widerspiegeln sollte, ob das System häufig verstellt wird oder dauerhaft unter Spannung steht.


Auch die Kompatibilität mit dem Tauwerkstyp, insbesondere mit hochmoduligen Fasern, ist entscheidend. Die korrekte Spezifikation gewährleistet effiziente Lastübertragung, reduzierten Verschleiß und langfristige Zuverlässigkeit innerhalb des Rigg-Kontrollsystems.


Häufig gestellte Fragen


Wofür werden Runnerblöcke auf einem Segelboot verwendet?

Runnerblöcke werden in laufenden Backstag- und Checkstagsystemen verwendet, um hochbelastete Kontrollleinen vom Rigg ins Cockpit oder zu den Winschen umzulenken. Sie ermöglichen die kontrollierte Verstellung der Vorstagspannung und der Mastbiegung, insbesondere bei Partialriggs und leistungsorientierten Yachten.


Wie wähle ich den richtigen Runnerblock aus?

Ein Runnerblock sollte anhand der sicheren Arbeitslast, der Tauwerk-Kompatibilität und des Lagertyps ausgewählt werden. Systeme, die häufiges Trimmen erfordern, profitieren von reibungsarmen Lagerblöcken, während bei Offshore-Anwendungen typischerweise höhere Lastkapazität und Haltbarkeit im Vordergrund stehen.


Welche Größe sollte mein Runnerblock haben?

Die Dimensionierung sollte sich eher an den maximal zu erwartenden Rigglasten als allein am Tauwerksdurchmesser orientieren. Die SWL des Blocks muss die Arbeitslasten mit einem angemessenen Sicherheitsfaktor übersteigen, und der Scheibendurchmesser sollte für die verwendete Tauwerkskonstruktion geeignet sein.


Welche SWL sollten Runnerblöcke haben?

Ein Runnerblock sollte eine sichere Arbeitslast oberhalb der maximal zu erwartenden dynamischen Lasten im System aufweisen. Hochlastanwendungen erfordern häufig Blöcke mit einer Einstufung von mehreren Tonnen, um Zuverlässigkeit unter Spitzen- und Stoßlasten sicherzustellen.


Kugellager- oder Gleitlager-Runnerblock – was ist besser?

Kugellager-Runnerblöcke bieten geringere Reibung und eignen sich für aktives Trimmen. Gleitlagerkonstruktionen bieten eine höhere Lasttoleranz und Haltbarkeit und sind daher besser für Offshore- oder statische Hochlastanwendungen geeignet.


Sind Runnerblöcke für Dyneema-Leinen geeignet?

Runnerblöcke sind üblicherweise für Dyneema- und HMPE-Leinen ausgelegt. Die richtige Scheibengröße und das passende Profil sind wichtig, um Verschleiß zu reduzieren und die Effizienz unter hohen Lasten zu erhalten.


Kann ich Softschäkel mit einem Runnerblock verwenden?

Softschäkel und Lashings werden häufig mit Runnerblöcken eingesetzt, insbesondere in Performance-Setups. Für höher belastete oder Offshore-Systeme können Edelstahlschäkel aus Haltbarkeitsgründen weiterhin bevorzugt werden.


Wo sollten Runnerblöcke an Deck positioniert werden?

Runnerblöcke werden typischerweise so positioniert, dass sie einen fairen Leinenverlauf vom laufenden Backstag zur Winsch ermöglichen, oft in der Nähe des Cockpits. Die korrekte Ausrichtung reduziert Reibung und verhindert Seitenbelastungen.


Was sind die wichtigsten Unterschiede zwischen den Marken von Runnerblöcken?

Karver, Ronstan und Harken konzentrieren sich auf reibungsarme und leichte Konstruktionen, während Morfrac und Wichard durch Edelstahlbauweise Festigkeit und Haltbarkeit priorisieren. Die Auswahl hängt von den Leistungsanforderungen und den Lastbedingungen ab.


Werden Runnerblöcke nur für laufende Backstage verwendet?

Obwohl sie in erster Linie für laufende Backstag- und Checkstagsysteme verwendet werden, können Runnerblöcke auch in anderen hochbelasteten Kontrollleinen-Setups eingesetzt werden, in denen ähnliche Lastcharakteristiken auftreten.

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